Wednesday, December 31, 2008

Neujahrsmahnung: Stevie Wonder "Blowin' In The Wind"

Wenn ich mir die Nachrichten so anschaue, gibt es eigentlich keinen Grund irgendwas zu feiern. Tod und Verwuestung in allen Ecken der Erde; meuchelmordende Terroristen, die sogar mich als ueberzeugte Gewaltgegnering dazu verleiten ihnen die Pest an den Hals zu wuenschen. Hunger, Verzweiflung, Verstuemmelungen ... Was gibt es denn da zu feiern?

Wie weit hat es die Menschheit denn tatsaechlich gebracht in all den Jahrtausenden? Mir scheint, ausser besseren Tischmanieren und dreckigerer Luft haben wir nicht viel vorzuzeigen. Bob Dylan's Blowin' In The Wind ist als Neujahrsmahnung deshalb heute noch genauso angebracht wie vor fast 50 Jahren!


Blowin' In The Wind Text von Bob Dylan 
Interpret: Stevie Wonder

How many roads must a man walk down
Before you call him a man?
Yes, 'n' how many seas must a white dove sail
Before she sleeps in the sand?
Yes, 'n' how many times must the cannon balls fly
Before they're forever banned?
The answer, my friend, is blowin' in the wind,
The answer is blowin' in the wind.

How many times must a man look up
Before he can see the sky?
Yes, 'n' how many ears must one man have
Before he can hear people cry?
Yes, 'n' how many deaths will it take till he knows
That too many people have died?
The answer, my friend, is blowin' in the wind,
The answer is blowin' in the wind.

How many years can a mountain exist
Before it's washed to the sea?
Yes, 'n' how many years can some people exist
Before they're allowed to be free?
Yes, 'n' how many times can a man turn his head,
Pretending he just doesn't see?
The answer, my friend, is blowin' in the wind,
The answer is blowin' in the wind.

Copyright ©1962; renewed 1990 Special Rider Music



Wednesday, December 24, 2008

Silent Night The Temptations



Allen SOTS Lesern ein frohes Fest!

Raggedy


Froehliche Weihnacht und einen guten Rutsch!


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Merry Christmas and a happy New Year!!!!
~~~~~~
Allen Lesern von "I Got It So Bad"

Alles Gute zum Fest!




~~raggedy~~

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Friday, December 19, 2008

Weihnachtsstimmung bei 21 Celcius?

Ist schon ganz schwierig, bei der schwuelen Waerme weihnachtliche Stimmung zu empfinden. Zum Glueck gibt's ja die Musik ... und Mahalia Jackson, deren Gospelstimme mich immer wieder in ihren Bann zieht.

Oh Little Town of Bethlehem


O Holy Night



Thursday, December 18, 2008

Ich weiss nicht, was soll es bedeuten ...

Ich bin ein bisschen verunsichert darueber, wie es mit meinem Blog hier weitergehn soll. Offensichtlich gefaellt vielen Leuten, was ich hier tue -- Aber zur Zeit macht die Amerikanische Musikindustrie vielen meiner Mitbloggern Schwierigkeiten bezueglich des Copyrights ... Ich moechte einfach nicht ganz dichtmachen, denn dieser Blog macht mir unendlich viel Spass. Privatgehen gefaellt wahrscheinlich niemandem so recht, so dass  ich mich aufgrund von Anfragen erst einmal entschlossen habe, wie gewohnt weiterzumachen.
Mal sehen , was draus wird. 
Sorry fuer den Hick-Hack.

Raggedy



Tuesday, December 16, 2008

Jimmy Reed


Erschreckend, wieviele Bluesmusiker an den Folgen von Alkoholismus oder Drogenkonsum starben. Auch Jimmy Reed, geb. am 6.12.1925 in Mississippi als Mathias James Reed, wurde letztendlich das Opfer seiner Alkoholsucht. Er starb nur 51-jaehrig in fast totaler Abgeschiedenenheit.  
Mit 15 begann Jimmy die Harmonika zu spielen; sein Kumpel Eddie Taylor brachte ihm unterdesses das Gitarrespielen bei. 
1943 zog Jimmy, wie schon so viele Bluesmusiker vor ihm, in das Mekka des Blues: Chicago. Doch mit dem Blues wurde es erst mal nichts; die Navy sackte Jimmy fuer zwei Jahre Kriegsdienst ein. Danach ging's zurueck nach Mississippi, um zu heiraten. (Seine Frau Mary wird unter Bluesfans Mama Reed genannt.) 
Anstatt nach Chicago zurueckzukenren, ging das Paar nach Gary, Indiana. Dort fand Jimmy Arbeit in der Fleischverpackung. Gleichzeitig gelang ihm auch der Einstieg in die Bluesszene Chicagos und Garys.
Anfang der 50er trat er mit John Brim auf, dessen Drummer Albert King spaeter als legendaerer Bluesgitarrist in die Musikgeschichte eingehen sollte.
Jimmy Reeds Stil wurde von solchen Groessen wie Elvis Presley, Lou Rawls, Rolling Stones und Jimmy Witherspoon kopiert. Seine Aufnahmen waren erstaunlich oft in den Charts, und seine Platten verkauften sich besser als die von Howlin' Wolf, Muddy Waters und Little Walter z. B. 
Er schaffte es auch in die Pop Charts, was fuer Bluesmusiker eher eine Seltenheit war. 
Aber, so heisst es in Livinblues "keiner war schlechter dafuer ausgestattet mit der Belohnung des Erfolgs zurechtzukommen" als Jimmy Reed. Der Kuenstler geriet mehr und mehr in den Sog des Alkoholismus, wodurch sich eine bestehende Epilepsie dramatisch verschlechterte. Als Jimmy seine Alkoholabhaengigkeit schliesslich in den Begriff bekommen hatte, war es aber zu spaet, und er vestarb im August 1976.
Seine Musik wird als leicht verdaulich und zugaenglich beschrieben; sein Stil ist unverkennbar und auch heute noch sehr beliebt bei weissem und schwarzem Publikum.

Zu seinen beruehmtesten Aufnahmen zaehlen: "What You Want Me to Do," "Bright Lights, Big City," "Honest I Do," "You Don't Have to Go," "Going to New York," "Ain't That Lovin' You Baby" and "Big Boss Man."
What You Want Me To Do
 
Bright Lights, Big City

Sunday, December 14, 2008

Johnny Williams: "Slow Motion"


So mancher von uns fuehlt sich so kurz vor Weihnachten ganz schoen ausgestresst und wuenscht sich, dass alles etwas langsamer gehen moege.
Was Johnny Williams mit Slow Motion meint, ist zwar nicht ganz das gleiche, aber er weiss sicherlich, dass gewisse Dinge in slow motion einfach genussvoller sind als in Eile und Hektik.
Essen, z. B. Tanzen, Spazierengehen -- und so manches mehr ...

Der Titel Slow Motion ist zwar kein Slow Jam, aber ein absoluter Tanzflaechenfueller, dessen beat deutlich langsamer ist, als das bei andern Diskotiteln ueblich war.

Viel Spass!
 
Auf geht's mit Slow Motion (mp3)     

Friday, December 12, 2008

100PROOF (Aged in Soul): "Somebody's Been Sleeping In My Bed", "Backtrack"


100 Proof (Aged in Soul) war die Kreation des beruehmten Komponisten-Trios Holland, Dozier, Holland, das 1967 Motown verliess, um eigene Labels zu gruenden. Der Bruder des Four Tops Frontmann's Levi Stubbs, Joe, war ein Mitglied dieser Gruppe.
Die erste Single von 100 Proof kam 1969 heraus; der Erfolg kam allerdings erst im Herbst 1970 mit der zweiten Single Somebody's Been Sleeping. Der Titel schaffte aber auf Anhieb den Sprung in die Top 10.
Die Gruppe brachte 2 LP's heraus: Somebody's Been Sleeping in My Bed und Deliciously Yours (1972).
Ein dauerhafterer Erfolg blieb aber aus, und 1973 loeste sich die 100Proof auf.

Ehrlich gesagt gefaellt mir der sog. Signatursong Somebody's Been Sleeping der Gruppe nicht annaehernd so gut wie Backtrack, der zweite Titel, den ich hier vorstellen moechte.


Backtrack (mp3)


Somebody's Been Sleeping (mp3)

Somebody's Been Sleeping In My Bed (mp3)

Erstaunlicherweise fand ich das Album Somebody's Been Sleeping sogar bei amazon.de im Angebot, obwohl z. Z. nicht lieferbar. Aber immerhin!

Thursday, December 11, 2008

Dennis Edwards Nachschlag!


Dieser Post ist fuer eine Bekannte, die Dennis Edwards's Coolin Out noch nicht kennt. 



 Another Place In Time ... diesen shoenen Titel poste ich fuer eine Freundin, die mir Dennis's Musik zum ersten Mal zu Gehoer brachte.  Thanks!

 Und hier gibt's noch mehr von Dennis!

Dennis hat eine Gospel/Preacherstimme, wie es sie nur geben kann. Aber im Gegensatz zu vielen andern Kuenstlern, die diese Stimmqualitaet auch besitzen, weiss Dennis, wann er loslegen sollte und wann lieber nicht. Gospelstimmen nerven fuer meinen Geschmack sehr schnell -- wenn  sie hemmungslos eingesetzt werden: nicht jedermanns Geschmack.

Tuesday, December 9, 2008

Jump Blues = Rock'n Roll

Jump Blues? Als ich den Begriff zum ersten Mal hoerte/las, fiel mir keine Stilrichtung ein, die ich damit verbunden haette. Also habe ich mich kundig gemacht. Was ich herausfand, beschreibt den Begriff "Jump", der ueblicehrweise dafuer verwendet wird, sehr treffend.
Jump, zu Deutsch huepfen, springen, ist eine ganz natuerliche Reaktion auf diese Art der Bluesmusik.

Herausgefunden habe ich, dass Jump Blues in den 40ern und 50ern sehr beliebt war, und eine Mischung aus Big Band Swing/Jazz und Boogie Woogie darstellte. Jump, so wurde dieses Genre des Blues in den 40ern getauft, wurde in den 50ern umbenannt in Rock'n Roll. Wie Rock'n Roll klingt, weiss ja jeder, und wie man zu Rock'n Roll sprang und huepfte, ist nicht weniger bekannt.

Big Joe Turner's Well Al Right ist ein klassisches Jump Blues Stueck. Saxophon, Blasinstrumente, Rhythmusgitarre, Kontrabass und Schlagzeug sind die ueblichen Instrumente in Jump Stuecken, die das Boogie Woogie Piano begleiten.

Well Alright (mp3)


Feelin' Happy, Joe Turner


Low Down Dog, Big Joe Turner

Christmas Music at S.O.T.S!

So langsam kann's jetzt Weihnacht werden!
Sogar hier in Texas ist's nun winterlich kalt (so um die 17 Grad), und die Weihnachts CD's kommen wieder zu Ehren. 

Die zwei Titel, die ich heute vorstelle, sind nicht von der ruehrseligen Sorte. Also dann: Viel Spass beim Hoeren.

Soulful Strings, Merry Christmas Baby (mp3)


William Bell, Every Day Will Be Like A Holiday (mp3)

Sunday, December 7, 2008

Ganz schnell noch ...

Ich habe soeben die neue Howlin' Wolf Cd, von der ich hier spreche, bestellt ... Die Vorfreude bringt mich noch um!!!!  
Dafuer dass die Cd erst einen Monat auf dem Markt ist, hat sie schon eine gute Verkaufsstatistik: Platz 2 in der Sparte Blues bei amazon.com

Mehr von meinem Lieblings-Bluesmann: Howlin' Wolf

(Dieser Post war eigentlich schon vor Wochen geplant gewesen. Irgendwie ging er aber verschuett', wie es so schoen heisst.)

Nun habe ich endlich die lang ersehnten Definitive Collection CD's von Howlin' Wolf, John Lee Hooker und Muddy Waters bekommen ... (das war am 1. 11. 2008)

Von der John Lee Hooker CD bin ich etwas enttaeuscht. Nicht nur dir schlechte Tonqualitaet aergert mich ein bisschen, sondern auch die Auswahl der Titel, die ganz besonders bei John Lee Hooker's CD recht eintoenig anmutet. 
(Zu der Tonqualitaet sollte aber unbedingt gesagt werden, dass sie bei vielen Blues CDs nicht sehr gut ist.)

Die Muddy Waters Collection ist okay, finde ich. Aber nicht ueberwaeltigend. 

 Die Howlin' Wolf Collection, dagegen, ist fantastisch. Das war aber eigentlich zu erwarten, da Wolf sehr gerne experimentierte und alle moeglichen Stilrichtungen ausprobierte. Und auch trotz der lausigen Qualitaet sind die einzelnen Musiker recht gut auszumachen.  Von Wolf's CD moechte ich deshalb gerne ein Stueck vorstellen, das die erstaunliche Reichweite seiner Stimme verdeutlicht. 
Die ersten 25 Sekunden dieser Aufnahme sind wunderschoen. Ich haette nie geglaubt, dass Wolf's Stimme solch samtige Nuancen besitzt.
Zusaetzlich zu der gelungenen Collection selbst, liesst sich die Einlage wie ein Roman. 

Moaning At Midnight (mp3) 

Tuesday, December 2, 2008

Zweimal "Rainy Night In Georgia":Brook Benton, David Ruffin

Gesungen von Brook Benton ist Rainy Night In Georgia ein Klassiker. Die weniger bekannte Version von David Ruffin, jedoch, ist fuer meinen Geschmack noch eine Nummer besser. 
David bringt meines Erachtens die Stimmung einer verregneten, trostlosen Sommernacht in den Suedstaaten heraus. In seiner Interpretation kommen Resignation, Verzweiflung und Nachdenklichkeit sehr gut zum Ausdruck, und ich fuehle mich ganz in die Szene des Liedes hineinversetzt. 
Allerdings gefaellt mir die Instrumentation (sanftere Gitarre) wesentlich besser in Brook's version. In David's Cover fehlt auch die Harmonika, die m. E. so charakteristisch fuer die Suedstaaten ist, wie fried chicken und gesuesster Eistee ...  
Nun ja, man kann eben nicht alles haben.  
Aber wie mit so vielen Dingen im Leben ist auch die Vorliebe fuer die eine oder andere Version eines Liedes reine Geschmacksache.

Brook Benton's Version (live)

Rainy Night In Georgia: Brook Benton's Version (mp3)


(Unten) David Ruffin's Version (mp3) von der CD "David", die 2004 als numerierte limited edition erschien. Diese CD enthaelt die Originalaufnahmen der gleichnamigen LP, deren Veroeffentlichung im Februar 1973 geplant war. 
Die LP erschien aber nie als Gesamtwerk, und nur vier der 12 tracks wurden als Mono singles herausgebracht. 
Die CD  "David" entwickelte sich nach ihrem Erscheinen innerhalb kuerzester Zeit zum Sammlerstueck. (Ich bin sehr stolz auf mein Exemplar mit der Nummer 92/3500.) Und genau von dieser CD stammt auch die folgende Aufnahme. 

David Ruffin, Rainy Night In Georgia (mp3)

Love Unlimited Orchestra: "It May Be Winter Outside"


It May Be Winter Outside kann ich gar nicht oft genug hoeren. Leider ist's hier in Texas noch immer nicht winterlich kalt -- aber mit diesem Song kann man wenigstens vom "winter outside" traeumen.
Der Titel traegt unverkennbar Barry White's Handschrift. Mit ihm ging uns ein aussergewoehnlicher Komponist verloren. Barry hatte ein einzigartiges Gespuer fuer Melodie und Arrangement.