WRAG Radio Raggedy

Thursday, February 26, 2009

Tami Lynn: "I'm Gonna Run Away From You", "Wings Upon Your Horns" (stream only)

Wenn es ein Lied je geschafft hat mich in Sekundenschnelle aus einem Tief 'rauszuholen, dann war es Tami Lynn's I'm Gonna Run Away From You. Das Bemerkenswerte an diesem Titel ist, dass ein eigentlich trauriges Thema mit solch einer leichtherzigen Musik kombiniert wurde. Die Strings, die ja ueblicherweise eher eine wehmuetige Stimmung verbreiten, sorgen hier fuer eine Art Hochgefuehl.
Ich denke, dass diese Kombination wohl das Gefuehl einer Frau beschreibt, die endlich den Absprung von einer ungluecklichen Liebe gefunden hat: es tut zwar immer noch ein bisschen weh, und der verletzte Stolz ist auch nicht ganz ueberwunden, aber immerhin hat sie sich entschlossen zu gehn!
Mir gefaellt das Lied immer noch unglaublich gut ...



I'm Gonna Raun Away From You live, Juni 1971





I'm Gonna Run Away From You



Tami Lynn wurde 1942 in New Orleans als Gloria Brown geboren. Jerry Wexler entdeckte sie 1965 in einer Talentshow und nahm schon zu der Zeit I'm Gonna Run Away From You mit ihr auf. Aber der Titel kam erst 1971 als Single heraus -- und wurde ein Top Ten Hit in England. In der Zwischenzeit sang sie als backup fuer Wilson Pickett, die Stones und Sony and Cher.
Der gepostete track stammt von ihrem Album Love Is Here And Now You're Gone (1972), das ich persoenlich sehr interessant finde. Nicht so sehr wegen der leichteren Titel, sondern wegen der eher schwermuetigen Songs. In Tamis Version des Countrysongs Wings Upon Your Horns (Original von Loretta Lynn) zeigt die Saengerin, dass ihre Staerke in der Ausdruckskraft ihrer Stimme und Interpretation des Materials liegt.


Leider habe ich Wings Upon Your Horns nicht als Einzeltrack, aber hier findet ihr einen stream des Liedes.

Wednesday, February 25, 2009

L.T.D: "Love Ballad", "You Fooled Me"


L.T.D. (Abkuerzung fuer (Love, Togetherness and Devotion ) wurde 1968 von zwei ehemaligen Musikern des Soul Duos Sam and Dave gegruendet.

Ihr erstes Album Love, Togetherness and Devotion erschien 1974, aber erst mit Love Ballad von ihrem dritten Album Love to the World (1976) landeten sie ihren ersten Hit. Diesem Erfolg folgten weitere Hits wie (Every Time I Turn Around) Back in Love Again und Shine On.

Nach dem Ausscheiden ihres Leadsaengers Jeffrey Osborne, der Ende der 70er seine Solokarriere startete, blieben weitere Erfolge fuer die Gruppe aus, und sie loeste sich 1981 auf.
Schade! Schade! Kann ich da nur sagen. Ich mag den Blaeserbackground, der so sehr an Earth Wind and Fire erinnert, sehr.

Love Ballad


You Fooled Me Dass Jeffrey Osborne nicht nur Softies singen kann, beweist diese Aufnahme. Die Aehnlichkeit mit Earth Wind Fire's Musik ist unverkennbar.

Tuesday, February 24, 2009

Zum Geburtstag fuer Mutter: "When A Man Loves A Woman"



Heute waere unsere Mutter 88 Jahre alt geworden. Leider gibt es die Geburtstagsfeiern mit feinem Kaffee und viel Kuchen schon lange nicht mehr. Vergessen sind sie aber nicht. Genauso wenig wie die Momente, in denen wir gemeinsam unseren Lieblingssong von Percy Sledge hoerten und beide dabei ins Traeumen gerieten!

"Spiel doch mal das "Woman Lied."
"Okay ... Kommt gleich."




Moments Special!



Hier nun die versprochenen Titel fuer Sawyer. Und Sawyer, Du hast mich auf eine wunderschoene Erinnerungsreise geschickt. Die Moments haben mich wieder mal voellig in ihren Bann gezogen mit ihren einfachen Arrangements, schlichten Melodien und dem intesiven Gesang. Einfach schoen! 

I'm So Lost 

With You

Eigentlich wollte ich ja nur zwei Moments-Titel posten, doch dann fiel mir dieser Song ein! Also gibt's den noch als Zugabe.

Somebody Loves You, Baby


Und hier noch schnell ein link zu einem frueheren Moments post.
(Uebrigens war die Eddie Kendricks Version von Not On The Outside auch grossartig).

Monday, February 23, 2009

My Main Man: David Ruffin "The Morning Sun Looks Blue"





Von seinem Solo Album So Soon We Change (1979). Ein Titel, der fuer Davids Stimme wie zugeschnitten ist. Andere absolut hoerenswerte Titel von diesem Album sind: Break My Heart und der Titelsong So Soon We Change.

The Trammps: "Zing Went The Strings Of My Heart"



Happy Monday everyone!

I've put my i-tunes library on party shuffle yesterday -- and look what came up this morning? One of my all time favorites from the disco era.




Zingggggggggggggggggg!

Saturday, February 21, 2009

Vintage Soul Radio mit Barry Fowden 22. Feb. 2009

http://soulcellar.co.uk/invision/index.php?showtopic=588&pid=1862&st=0&#entry1862

Und wieder gibt's eine neue Ausgabe der grossartigen Internatradio-Sendung! Reinhoeren lohnt sich immer.

Tyrone Davis: "Get On Up", "Can I Change My Mind"


Tyrone Davis gehoert zu den klassischen Soulmaennern, und seine Lieder gefallen mir heute noch so gut wie vor fast 40 Jahren. Was mir an Tyrones Persoenlickeit besonders gefiel, war seine Einfachheit. Er wirkte, zumindest auf mich, immer wie eine ganz "normale" Person -- selbst wenn er auf der Buehne stand. Vielleicht haengt meine ausgesprochene Sympathie fuer ihn auch mit dem Umstand zusammen, dass er aus Mississippi stammt. Mississippi hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen: mein Mann stammt von dort.

Okay, hier nun einer von Tyrones tanzbaren Songs. Ich kann mich aber nicht an dieses Lied erinnern. Wie ich so einen Smashsong damals verpassen konnte, ist mir unbegreiflich. Dafuer ist er jetzt aber auf meiner Playlist und laeuft einige Male am Tag.

Get On Up


Can I Change my Mind ist mein Lieblingssong von Tyrone -- well, einer meiner Lieblingssongs von ihm. Ich kann mich da nicht so einfach festlegen. 

Can I Change My Mind

Dieser YouTube clip ist einer der wenigen Aufnahmen von Tyrone, die noch nicht von YouTube entfernt worden sind. 
Viel Spass!


Von Tyrone sind eine Menge CD's erhaeltlich, und ich denke, zumindest eine "Best of ..." gehoert in die Sammlung eines jeden Soulfans.

Thursday, February 19, 2009

Back In The Days When Dancing Was Just Fun!

This post is for Alexandre, the poet, who cared enough to leave a few words of appreciation for my blogs.
Enjoy, Alexandre!

Go West The Village People


Village People remind me so much on two other short-lived Disco groups, which, by the way, were made in Germany! Yep -- There is something like Disco music made in Germany. Frank Farian was one of the West German singers turned producer who created the (mostly lip syncing) groups Boney M. and Milli Vanilli.

Now watch this guy dance!



And this one is the dancercise title to add to a 30 minute exercise program: Baby Do You Wanna Bump



Ahem! And these guys, too, were a product of Frank Farian's:



Milli Vanilli, Baby, Don't Forget My Number

Wednesday, February 18, 2009

Get Up and Dance!!!! Jean Knight: "Mr. Big Stuff"

My! Did I dance to this tune? Yesssssss! Jean Knight's Mr. Big Stuff was filling the dance floor in no time.

Here's to all the Mr. Big Stuffs: Get Lost! She's telling you ...



Jean Knight, Mr. Big Stuff (1971)

Tuesday, February 17, 2009

Jimmy Cliff: "Vietnam"







Back then: Vietnam





Monday, February 16, 2009

The Dramatics: "In The Rain", "I Can't Get Over You"

The Dramatics sind eine meiner Lieblingsgruppen aus den 70ern und ihr In The Rain war verdientermassen ein Millionenhit.

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In The Rain

Die Gruppe wurde 1962 in Detroit als The Dynamics gegruendet. 1967 hatten sie ihren ersten (nicht gerade ueberwaeltigenden) Erfolg mit All Because Of You. Danach aenderten sie den Namen der Gruppe in The Dramatics und waren fortan aus der Soulszene nicht mehr wegzudenken. 

I Can't Get Over You ist ein herzerweichender Song, der mir immer wieder die Kaelteschauer ueber den Ruecken jagt.


Die Dramatics haben einige Best of CD's auf dem Markt, die eigentlich alle einen guten Ueberblick ueber ihr Werk bieten.

19. Januar 2009: Wilson Picketts 3. Todestag

Wilson Pickett 18.4.1941 -  19.1.2006

Wilson Pickett war der Mann mit der Riesenstimme! Es gibt nicht allzu viele Saenger, die sich solch einer starken Stimme ruehmen koennen -- und diese auch so ausdrucksvoll wie Wilson Pickett einsetzen koennen.
Wilson wurde am 18. Maerz 1941 in Alabama geboren und verstarb am 19. Januar 2006 in Virginia. 
Seine Glanzzeit erlebte er in den 60ern und Anfang der 70er.  In The Midnight Hour, Stagger Lee und Land of 1000 Dances sind wohl die Songs, die fast jeder von ihm kennt. Doch Wilson Picketts Repertoire ist viel breiter gefaechert, als man aufgrund dieser Paradetitel annehmen moechte.

Wilson 1965 singing Mustang Sally. Long Live Wilson Pickett!


Seine schoensten Songs sind m. E.  die Soulballaden, in denen er die Reichweite und Ausdrucksstaerke seiner wunderschoenen Stimme voll zur Geltung bringt.
Waehrend ich in jungen Jahren mehr auf seine tanzbaren Titeln stand, haben es mir heutzutage eben diese Balladen angetan. Deshalb moechte ich auch anlaesslich des dritten Todestags dieses grossartigen Saengers zwei dieser langsameren Titel von ihm vorstellen:
I've Come A Long Way von seinem I'm In Love Album und The Song Only I Can Sing von Mr. Magic Man. 



Als Nachschlag gibt's dann noch Wish I Was Back In Your Arms Again. (Von dieser Stimme kann ich einfach nicht genug kriegen.)



Und hier noch ein YouTube Clip. I Want You von dem gleichnamigen Album, das 1979 erschien. Leider gibt's das Album nur als LP. (Vielleicht kann ja einer von Euch eine mp3 version der LP ergattern und mit uns teilen?)

Saturday, February 14, 2009

Etta James: "Only Time Will Tell", "Almost Persuaded", "I Found A Love"

Etta James singt ihre songs nicht nur, sie fuehrt sie auf, sozusagen. (Leider wurden die Videoclips inzwischen entfernt.) 

Almost Persuaded 

I Found A Love

Only Time Will Tell



Almost Persuaded


I Found A Love (die Versionen mit Wilson Pickett und Ryan Shaw habe ich frueher schon mal vorgestellt.)


Only Time Will Tell

Friday, February 13, 2009

Live Saturday mit Johnnie Taylor: "Who's Making Love", "Steal Away"


Es gibt keinen andern Soulman, dessen live Auftritte ich lieber hoere, als Johnnie Taylors. Diese Aufnahme ist von seinem Album "Live at the Summit Club". Das Album ist fast schon ein Muss fuer jeden echten Soulfan. Es ist am 23. September 1972 in Los Angeles aufgenommen, und das kann man eigentlich schon eine historische Aufnahme nennen.
Ganz klar wird auf diesen Aufnahmen, was eine gute Band wert ist.

Who's Making Love live at the Summit Club


Steal Away live at the Summit Club

Wednesday, February 11, 2009

Leroy Hutson: Musical Genius!



Leroy has become a steady in my playlists. Although he had replaced Curtis Mayfield in the Impression (1971) and has been around for a long time, his name did not ring a bell with me. (Actually, I don't remember very much of the Impression without Curtis Mayfield.) Unfortunately so, because I was missing out on some excellent music. The first song by Leroy I've ever heard was I'm In Love With You Girl. And the more of his music I heard, the more I loved it. There was no way around noticing his extraordinary talent.

The first track I am posting today, So In Love, is definitely reminiscent of Donny Hathaway's -- which is really not a great surprise. The two men were room-mates at Howard University. Leroy has also collaborated with Donny on The Ghetto which became a huge hit in the early seventies.
But this man is all about versatility. He even has some strong Smokey-Robinson-inflections to offer. In Love Oh Love from the homonymous album, he definitely sounds as though he were Smokey's little brother. I love that song for the rhythm and the perfect horn section, however, not so much for Leroy's singing. His strength clearly lies with composing, producing and arranging music.

The second title, I Bless The Day, offers itself as background music to a romantic Valentine's Day dinner, I think. Strings and saxophone are backed with beautiful vocals. I Bless The Day creates that special mood and will bring out the long lost perfect lover in us. Guaranteed!

Leroy has quite a few CD's on the market: Go get a listen! I also consider it worthwhile checking out his MySpace site. His "resume", so to speak, is quite impressive!

Although his voice is not necessarily fascinating -- his music absolutely is. This man is as versatile as any artist can possibly be, and it's not surprising that he's in the jazz business nowadays.

(Titles in comment section)

Tuesday, February 10, 2009

If I Only Had Time ...

Den Bluesblog kann ich leider nur noch sporadisch weiterfuehren. Sorry Leute, aber auch mich hat das "keine-Zeit-Syndrom" erwischt. 

Mein Soulblog laeuft aber weiter. 

Ich bedanke mich bei allen, die Interesse an "I Got It So Bad" gezeigt haben, und hoffe auf ihr Verstaendnis.


The Slickers: "Johnny Too Bad", Toots and The Maytals: "Reggae Got Soul"

I'm just in the Reggae mood today; and I found a silly enough YouTube clip to make me laugh so hard that I decided to turn off the radio for the rest of the day and just let the crisis be a crisis ... Let the president and his staff handle the b.s. by themselves (at least for today). Tomorrow they'll get all the advice from me they need -- if only they'd asked me for it. 

Well -- the clip's sound is a little less than perfect for sure; the producer may have been somewhat unfocused (or something in that direction.) But watching it, was too much fun not to share with you folks. 
(Links can be found in the comments section/Link ist in der Kommentarsektion zu finden.)

The second clip is a recording of one of my favorite Reggae tunes: Reggae Got Soul by Toots and The Maytales. 



Absolutely great music, in my opinion! From the moment I first heard Reggae (way back in the day), I felt that it was loaded with soul ...

Von Toots und den Maytals gibt's eine Menge CD's. There are plenty of CD's by Toots and his Maytals available. 

Sunday, February 1, 2009

Baby Washington: "Breakfast In Bed", "Is It True I Fell In Love"


Justine "Baby" Washington ist eine weitere Lieblingssaengering von mir: sie besitzt eine starke, reife Frauenstimme, die sie gekonnt einsetzt. Kurzum -- sie ist eine Saengering der alten Schule. Baby Washington war Dusty Springfields Lieblingssaengerin, und nun da ich das weiss, glaube ich auch eine gewisse Aehnlichkeit in den Interpretationen beider Saengerinnen finden zu koennen.

Baby Washington, die in Harlem, New York aufwuchs, begann ihre Karriere Mitte der 50er mit der Gruppe The Hearts. Sie versuchte sich aber schon nach einem Jahr als Solistin und war auch recht erfolgreich. Sie hatte 16 R&B Hits innerhalb von 15 Jahren.

Is It True I Fell In Love With You ist ein Titel von ihrem Duettalbum mit Don Gardner. Die Aehnlichkeit mit Dusty Springfield ist hier ganz deutlich zu hoeren.



Breakfast In Bed
ist mein persoenlicher Lieblingstitel von Baby Washington.


Leave Me Alone ist eine fruehe Aufnahme von Baby Washington. Diese Frau besitzt einfach eine
wundervolle Stimme.

Friday, January 30, 2009

Abteilung Slow Jams: Skip Mahoaney and The Casuals

Erst einmal: Halllo! Leider habe ich meine Blogs etwas vernachlaessigen muessen, weil ich seit drei Wochen wieder mit dem arbeitenden Volk mitmische. Dazu kann ich nur sagen, dass die Rueckkehr ins Berufsleben nach 15 Jahren nicht so schwierig war, wie ich mir vorstellte. Aber es ist auch nicht ganz einfach gewesen.

Meiner Leidenschaft fuer die Musik hat dieser Umstand aber keinen Abbruch getan, und deshalb geht's gleich weiter im Text mit einem super Slow Jam von Skip Mahoaney and The Casuals: Wherever You Go. Von der Gruppe hatte ich bis jetzt nie was gehoert, bin aber sofort von diesem Lied fasziniert gewesen.

Also dann: Viel Spass mit Skip und den Casuals.


Tuesday, January 6, 2009

Shirley Brown: "You'll Never Ever Know", The Kelly Bros.:"Falling In Love Again"


Today's titles are taken from the compilation album The Heart of Southern Soul. The first title is a beautiful "lost-love" song sung by the great Shirley Brown.

I love the intensity of Shirley's voice, which has a strong Gospel flavor to it, and which in this piece is skillfully echoed by the saxophone.  

I just love Shirley.

Shirley Brown, You'll Never Ever Know (mp3)


The Kelly Bros. Falling In Love Again is a plain yet beautiful song. Maybe its beauty lies in the simplicity of the melody and the plain soulful singing. In this song, too, the saxophone plays a supporting part to the voices, although a little more playful than in the first song. That does not come as a surprise, however, because falling in love is so much easier and uplifting than falling out of it again ... 

The Kelly Bros., Falling In Love Again (mp3)

I do recommend the The Heart of Southern Soul compilation for everyone who loves the uncomplicated sound of good ol' soul music as sung by Otis Redding or Arthur Conley for example.  

Sunday, January 4, 2009

Lou Johnson: Don't Play That Song (You Lied), Gypsy Woman


Lou Johnson haette eigentlich auch etwas mehr Erfolg verdient; er hat eine durch und durch soulige Stimme. Die beiden Titel, die ich von ihm vorstellen moechte beweisen das.

Der erste Titel, Don't Play That Song (You Lied), schien mir in Aretha Franklins Version eigentlich unschlagbar -- bis ich Lou hoerte. Er traegt die Emotionen nicht ganz so dick wie Aretha auf, klingt etwas verhaltener ungluecklich ... Mir gefaellt bei seiner Interpretation auch die Gitarrenbegleitung sehr gut. Bei Aretha spielt das Piano ja die Hauptrolle bei der Instrumentation.
Gypsy Woman, der Impressions-Klassiker braucht sich in der Lou Johnson Version auch nicht zu verstecken. 



Don't Play That Song (mp3) Lou Johnson

Gypsy Woman (mp3)

Beide Titel sind von Lou Johnsons Album Sweet Southern Soul
Ich halte das Album fuer empfehlenswert. 





Saturday, January 3, 2009

Van McCoy: Pick Up The Pieces


By now, everyone should have stopped partying ...  So, I thought it's about time to resume my posts.
First, of course, I'd like to wish everyone a happy new year and second, I'd like to tell everyone that I finally got me a part time job. That means I won't be able to post as much as I would like to, but it also means I get out of the house on a regular basis again and meet new people ... I'm quite excited about it.

The first song for 2009 is an instrumental by Van McCoy. The piece is better known, I believe, in the version of The Average White Band. 

Back in the day, it used to be the dance floor filler. It's probably not a  bad opener for the new year since it seems to be a good idea to pick up the pieces of the old year and discard them once and for all. 

So let's start the new year with dancing to Pick Up The Pieces



Wednesday, December 31, 2008

Neujahrsmahnung: Stevie Wonder "Blowin' In The Wind"

Wenn ich mir die Nachrichten so anschaue, gibt es eigentlich keinen Grund irgendwas zu feiern. Tod und Verwuestung in allen Ecken der Erde; meuchelmordende Terroristen, die sogar mich als ueberzeugte Gewaltgegnering dazu verleiten ihnen die Pest an den Hals zu wuenschen. Hunger, Verzweiflung, Verstuemmelungen ... Was gibt es denn da zu feiern?

Wie weit hat es die Menschheit denn tatsaechlich gebracht in all den Jahrtausenden? Mir scheint, ausser besseren Tischmanieren und dreckigerer Luft haben wir nicht viel vorzuzeigen. Bob Dylan's Blowin' In The Wind ist als Neujahrsmahnung deshalb heute noch genauso angebracht wie vor fast 50 Jahren!


Blowin' In The Wind Text von Bob Dylan 
Interpret: Stevie Wonder

How many roads must a man walk down
Before you call him a man?
Yes, 'n' how many seas must a white dove sail
Before she sleeps in the sand?
Yes, 'n' how many times must the cannon balls fly
Before they're forever banned?
The answer, my friend, is blowin' in the wind,
The answer is blowin' in the wind.

How many times must a man look up
Before he can see the sky?
Yes, 'n' how many ears must one man have
Before he can hear people cry?
Yes, 'n' how many deaths will it take till he knows
That too many people have died?
The answer, my friend, is blowin' in the wind,
The answer is blowin' in the wind.

How many years can a mountain exist
Before it's washed to the sea?
Yes, 'n' how many years can some people exist
Before they're allowed to be free?
Yes, 'n' how many times can a man turn his head,
Pretending he just doesn't see?
The answer, my friend, is blowin' in the wind,
The answer is blowin' in the wind.

Copyright ©1962; renewed 1990 Special Rider Music



Wednesday, December 24, 2008

Silent Night The Temptations



Allen SOTS Lesern ein frohes Fest!

Raggedy


Froehliche Weihnacht und einen guten Rutsch!


~~~~******~~~~
Merry Christmas and a happy New Year!!!!
~~~~~~
Allen Lesern von "I Got It So Bad"

Alles Gute zum Fest!




~~raggedy~~

***

Friday, December 19, 2008

Weihnachtsstimmung bei 21 Celcius?

Ist schon ganz schwierig, bei der schwuelen Waerme weihnachtliche Stimmung zu empfinden. Zum Glueck gibt's ja die Musik ... und Mahalia Jackson, deren Gospelstimme mich immer wieder in ihren Bann zieht.

Oh Little Town of Bethlehem


O Holy Night



Thursday, December 18, 2008

Ich weiss nicht, was soll es bedeuten ...

Ich bin ein bisschen verunsichert darueber, wie es mit meinem Blog hier weitergehn soll. Offensichtlich gefaellt vielen Leuten, was ich hier tue -- Aber zur Zeit macht die Amerikanische Musikindustrie vielen meiner Mitbloggern Schwierigkeiten bezueglich des Copyrights ... Ich moechte einfach nicht ganz dichtmachen, denn dieser Blog macht mir unendlich viel Spass. Privatgehen gefaellt wahrscheinlich niemandem so recht, so dass  ich mich aufgrund von Anfragen erst einmal entschlossen habe, wie gewohnt weiterzumachen.
Mal sehen , was draus wird. 
Sorry fuer den Hick-Hack.

Raggedy



Tuesday, December 16, 2008

Jimmy Reed


Erschreckend, wieviele Bluesmusiker an den Folgen von Alkoholismus oder Drogenkonsum starben. Auch Jimmy Reed, geb. am 6.12.1925 in Mississippi als Mathias James Reed, wurde letztendlich das Opfer seiner Alkoholsucht. Er starb nur 51-jaehrig in fast totaler Abgeschiedenenheit.  
Mit 15 begann Jimmy die Harmonika zu spielen; sein Kumpel Eddie Taylor brachte ihm unterdesses das Gitarrespielen bei. 
1943 zog Jimmy, wie schon so viele Bluesmusiker vor ihm, in das Mekka des Blues: Chicago. Doch mit dem Blues wurde es erst mal nichts; die Navy sackte Jimmy fuer zwei Jahre Kriegsdienst ein. Danach ging's zurueck nach Mississippi, um zu heiraten. (Seine Frau Mary wird unter Bluesfans Mama Reed genannt.) 
Anstatt nach Chicago zurueckzukenren, ging das Paar nach Gary, Indiana. Dort fand Jimmy Arbeit in der Fleischverpackung. Gleichzeitig gelang ihm auch der Einstieg in die Bluesszene Chicagos und Garys.
Anfang der 50er trat er mit John Brim auf, dessen Drummer Albert King spaeter als legendaerer Bluesgitarrist in die Musikgeschichte eingehen sollte.
Jimmy Reeds Stil wurde von solchen Groessen wie Elvis Presley, Lou Rawls, Rolling Stones und Jimmy Witherspoon kopiert. Seine Aufnahmen waren erstaunlich oft in den Charts, und seine Platten verkauften sich besser als die von Howlin' Wolf, Muddy Waters und Little Walter z. B. 
Er schaffte es auch in die Pop Charts, was fuer Bluesmusiker eher eine Seltenheit war. 
Aber, so heisst es in Livinblues "keiner war schlechter dafuer ausgestattet mit der Belohnung des Erfolgs zurechtzukommen" als Jimmy Reed. Der Kuenstler geriet mehr und mehr in den Sog des Alkoholismus, wodurch sich eine bestehende Epilepsie dramatisch verschlechterte. Als Jimmy seine Alkoholabhaengigkeit schliesslich in den Begriff bekommen hatte, war es aber zu spaet, und er vestarb im August 1976.
Seine Musik wird als leicht verdaulich und zugaenglich beschrieben; sein Stil ist unverkennbar und auch heute noch sehr beliebt bei weissem und schwarzem Publikum.

Zu seinen beruehmtesten Aufnahmen zaehlen: "What You Want Me to Do," "Bright Lights, Big City," "Honest I Do," "You Don't Have to Go," "Going to New York," "Ain't That Lovin' You Baby" and "Big Boss Man."
What You Want Me To Do
 
Bright Lights, Big City

Sunday, December 14, 2008

Johnny Williams: "Slow Motion"


So mancher von uns fuehlt sich so kurz vor Weihnachten ganz schoen ausgestresst und wuenscht sich, dass alles etwas langsamer gehen moege.
Was Johnny Williams mit Slow Motion meint, ist zwar nicht ganz das gleiche, aber er weiss sicherlich, dass gewisse Dinge in slow motion einfach genussvoller sind als in Eile und Hektik.
Essen, z. B. Tanzen, Spazierengehen -- und so manches mehr ...

Der Titel Slow Motion ist zwar kein Slow Jam, aber ein absoluter Tanzflaechenfueller, dessen beat deutlich langsamer ist, als das bei andern Diskotiteln ueblich war.

Viel Spass!
 
Auf geht's mit Slow Motion (mp3)     

Friday, December 12, 2008

100PROOF (Aged in Soul): "Somebody's Been Sleeping In My Bed", "Backtrack"


100 Proof (Aged in Soul) war die Kreation des beruehmten Komponisten-Trios Holland, Dozier, Holland, das 1967 Motown verliess, um eigene Labels zu gruenden. Der Bruder des Four Tops Frontmann's Levi Stubbs, Joe, war ein Mitglied dieser Gruppe.
Die erste Single von 100 Proof kam 1969 heraus; der Erfolg kam allerdings erst im Herbst 1970 mit der zweiten Single Somebody's Been Sleeping. Der Titel schaffte aber auf Anhieb den Sprung in die Top 10.
Die Gruppe brachte 2 LP's heraus: Somebody's Been Sleeping in My Bed und Deliciously Yours (1972).
Ein dauerhafterer Erfolg blieb aber aus, und 1973 loeste sich die 100Proof auf.

Ehrlich gesagt gefaellt mir der sog. Signatursong Somebody's Been Sleeping der Gruppe nicht annaehernd so gut wie Backtrack, der zweite Titel, den ich hier vorstellen moechte.


Backtrack (mp3)


Somebody's Been Sleeping (mp3)

Somebody's Been Sleeping In My Bed (mp3)

Erstaunlicherweise fand ich das Album Somebody's Been Sleeping sogar bei amazon.de im Angebot, obwohl z. Z. nicht lieferbar. Aber immerhin!

Thursday, December 11, 2008

Dennis Edwards Nachschlag!


Dieser Post ist fuer eine Bekannte, die Dennis Edwards's Coolin Out noch nicht kennt. 



 Another Place In Time ... diesen shoenen Titel poste ich fuer eine Freundin, die mir Dennis's Musik zum ersten Mal zu Gehoer brachte.  Thanks!

 Und hier gibt's noch mehr von Dennis!

Dennis hat eine Gospel/Preacherstimme, wie es sie nur geben kann. Aber im Gegensatz zu vielen andern Kuenstlern, die diese Stimmqualitaet auch besitzen, weiss Dennis, wann er loslegen sollte und wann lieber nicht. Gospelstimmen nerven fuer meinen Geschmack sehr schnell -- wenn  sie hemmungslos eingesetzt werden: nicht jedermanns Geschmack.

Tuesday, December 9, 2008

Jump Blues = Rock'n Roll

Jump Blues? Als ich den Begriff zum ersten Mal hoerte/las, fiel mir keine Stilrichtung ein, die ich damit verbunden haette. Also habe ich mich kundig gemacht. Was ich herausfand, beschreibt den Begriff "Jump", der ueblicehrweise dafuer verwendet wird, sehr treffend.
Jump, zu Deutsch huepfen, springen, ist eine ganz natuerliche Reaktion auf diese Art der Bluesmusik.

Herausgefunden habe ich, dass Jump Blues in den 40ern und 50ern sehr beliebt war, und eine Mischung aus Big Band Swing/Jazz und Boogie Woogie darstellte. Jump, so wurde dieses Genre des Blues in den 40ern getauft, wurde in den 50ern umbenannt in Rock'n Roll. Wie Rock'n Roll klingt, weiss ja jeder, und wie man zu Rock'n Roll sprang und huepfte, ist nicht weniger bekannt.

Big Joe Turner's Well Al Right ist ein klassisches Jump Blues Stueck. Saxophon, Blasinstrumente, Rhythmusgitarre, Kontrabass und Schlagzeug sind die ueblichen Instrumente in Jump Stuecken, die das Boogie Woogie Piano begleiten.

Well Alright (mp3)


Feelin' Happy, Joe Turner


Low Down Dog, Big Joe Turner

Christmas Music at S.O.T.S!

So langsam kann's jetzt Weihnacht werden!
Sogar hier in Texas ist's nun winterlich kalt (so um die 17 Grad), und die Weihnachts CD's kommen wieder zu Ehren. 

Die zwei Titel, die ich heute vorstelle, sind nicht von der ruehrseligen Sorte. Also dann: Viel Spass beim Hoeren.

Soulful Strings, Merry Christmas Baby (mp3)


William Bell, Every Day Will Be Like A Holiday (mp3)

Sunday, December 7, 2008

Ganz schnell noch ...

Ich habe soeben die neue Howlin' Wolf Cd, von der ich hier spreche, bestellt ... Die Vorfreude bringt mich noch um!!!!  
Dafuer dass die Cd erst einen Monat auf dem Markt ist, hat sie schon eine gute Verkaufsstatistik: Platz 2 in der Sparte Blues bei amazon.com

Mehr von meinem Lieblings-Bluesmann: Howlin' Wolf

(Dieser Post war eigentlich schon vor Wochen geplant gewesen. Irgendwie ging er aber verschuett', wie es so schoen heisst.)

Nun habe ich endlich die lang ersehnten Definitive Collection CD's von Howlin' Wolf, John Lee Hooker und Muddy Waters bekommen ... (das war am 1. 11. 2008)

Von der John Lee Hooker CD bin ich etwas enttaeuscht. Nicht nur dir schlechte Tonqualitaet aergert mich ein bisschen, sondern auch die Auswahl der Titel, die ganz besonders bei John Lee Hooker's CD recht eintoenig anmutet. 
(Zu der Tonqualitaet sollte aber unbedingt gesagt werden, dass sie bei vielen Blues CDs nicht sehr gut ist.)

Die Muddy Waters Collection ist okay, finde ich. Aber nicht ueberwaeltigend. 

 Die Howlin' Wolf Collection, dagegen, ist fantastisch. Das war aber eigentlich zu erwarten, da Wolf sehr gerne experimentierte und alle moeglichen Stilrichtungen ausprobierte. Und auch trotz der lausigen Qualitaet sind die einzelnen Musiker recht gut auszumachen.  Von Wolf's CD moechte ich deshalb gerne ein Stueck vorstellen, das die erstaunliche Reichweite seiner Stimme verdeutlicht. 
Die ersten 25 Sekunden dieser Aufnahme sind wunderschoen. Ich haette nie geglaubt, dass Wolf's Stimme solch samtige Nuancen besitzt.
Zusaetzlich zu der gelungenen Collection selbst, liesst sich die Einlage wie ein Roman. 

Moaning At Midnight (mp3) 

Tuesday, December 2, 2008

Zweimal "Rainy Night In Georgia":Brook Benton, David Ruffin

Gesungen von Brook Benton ist Rainy Night In Georgia ein Klassiker. Die weniger bekannte Version von David Ruffin, jedoch, ist fuer meinen Geschmack noch eine Nummer besser. 
David bringt meines Erachtens die Stimmung einer verregneten, trostlosen Sommernacht in den Suedstaaten heraus. In seiner Interpretation kommen Resignation, Verzweiflung und Nachdenklichkeit sehr gut zum Ausdruck, und ich fuehle mich ganz in die Szene des Liedes hineinversetzt. 
Allerdings gefaellt mir die Instrumentation (sanftere Gitarre) wesentlich besser in Brook's version. In David's Cover fehlt auch die Harmonika, die m. E. so charakteristisch fuer die Suedstaaten ist, wie fried chicken und gesuesster Eistee ...  
Nun ja, man kann eben nicht alles haben.  
Aber wie mit so vielen Dingen im Leben ist auch die Vorliebe fuer die eine oder andere Version eines Liedes reine Geschmacksache.

Brook Benton's Version (live)

Rainy Night In Georgia: Brook Benton's Version (mp3)


(Unten) David Ruffin's Version (mp3) von der CD "David", die 2004 als numerierte limited edition erschien. Diese CD enthaelt die Originalaufnahmen der gleichnamigen LP, deren Veroeffentlichung im Februar 1973 geplant war. 
Die LP erschien aber nie als Gesamtwerk, und nur vier der 12 tracks wurden als Mono singles herausgebracht. 
Die CD  "David" entwickelte sich nach ihrem Erscheinen innerhalb kuerzester Zeit zum Sammlerstueck. (Ich bin sehr stolz auf mein Exemplar mit der Nummer 92/3500.) Und genau von dieser CD stammt auch die folgende Aufnahme. 

David Ruffin, Rainy Night In Georgia (mp3)

Love Unlimited Orchestra: "It May Be Winter Outside"


It May Be Winter Outside kann ich gar nicht oft genug hoeren. Leider ist's hier in Texas noch immer nicht winterlich kalt -- aber mit diesem Song kann man wenigstens vom "winter outside" traeumen.
Der Titel traegt unverkennbar Barry White's Handschrift. Mit ihm ging uns ein aussergewoehnlicher Komponist verloren. Barry hatte ein einzigartiges Gespuer fuer Melodie und Arrangement.